Betsy and I Killed the Bear ist ein veraltetes amerikanisches geflügeltes Wort, dessen Bedeutung heutzutage beinahe völlig verloren gegangen ist. Huey arbeitet oft mit solchen evokativen, etwas rätselhaften, gleichsam archäologischen Funden. Huey sucht nach Spuren der Existenz Anderer in verworfenen oder nicht beachteten Dingen und sieht seine Arbeit als Kollaboration mit der Vergangenheit. Bei Betsy and I Killed the Bear hat er sich fast ausschließlich auf gefundene Bilder der eigenen Familiengeschichte konzentriert: 35 mm Kodachrome Kleinbilddias, die er übernimmt und im analogen Verfahren neu präsentiert.
Hueys Bemühen ist zweierlei: in seinen fiktiven Erinnerungen zu schwelgen, sozusagen seine eigene Präsenz darin zu finden, und trotzdem eine offene Geschichte daraus zu machen – die Fiktion also zu erweitern, um für Nichtbeteiligte Platz zu schaffen.
Die Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Betsy and I Killed the Bear in der Charim Galerie, Wien, 14. Februar – 31. März 2007





