Im Zentrum von Right to Refusal steht die Frage nach den Bedingungen für die Artikulation von Verweigerung sowohl an aktuellen Brandherden und geopolitischen Langzeitkonflikten als auch im alltäglichen Handeln und der künstlerischen Produktion. Im Recht auf Verweigerung ist zunächst nur klar, dass bestehende Strukturen abgelehnt oder zumindest in Frage gestellt werden. Neue Mittel und Wege sollen erst noch gefunden und Methoden getestet werden, um der Verweigerung eine hörbare Stimme zu geben. Parolen sind noch nicht auf Transparente geschrieben, sondern unterliegen permanenter Veränderung durch unkontrollierbares Aufbegehren und kollektive Diskussionen. Daraus resultieren Protest, Konfrontation und Reflexion.
Right to Refusal schlägt vor, den Raum der Ausstellung zu nutzen, um temporär eine Sprache zu entwickeln, die sich aus einem Geflecht von Widersprüchen und unterschiedlichen Stimmen zusammensetzt.
Die Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung Right to Refusal im Magazin 4 – Bregenzer Kunstverein, Bregenz, 1. Juni – 26. August 2012
